
Strategisches Handeln ist das zielorientierte Vorgehen. Sie ist das grundsätzliche Muster für Handlungen die erfolgen werden. Eine Strategie ist die Antwort auf die Frage: Wie kommen wir an unser Ziel?
Die Unternehmensstrategie beantwortet die Frage:
Die Unternehmensvision und -mission definieren das Ziel.
Beides ist schwer voneinander trennbar und darum meist als Gesamtes als Unternehmensstrategie benannt.
Kernfragen der Unternehmensstrategie:
Genau genommen führen also die letzten beiden Fragen hauptsächlich zur Unternehmensstrategie.
Eine Strategie ist ein längerfristig ausgerichtetes planvolles Anstreben einer vorteilhaften Lage oder eines Ziels. Ursprünglich aus dem Griechischen stammend, steht das Wort für "Heer" und "führend".
Strategie und Taktik gehen Hand in Hand. Beide haben das Ziel, Ressourcen und Mittel in einer bestimmten Zeit richtig einzusetzen. Dabei bezieht sich die Strategie auf das Endziel und die Taktik auf den Weg und die Massnahmen, um Etappenziele zu erreichen.
Ein Strategem ist eine List, ein manipulativer Kunstgriff innerhalb einer Strategie oder einer Taktik.Vor allem in Asien sind Strategeme der Kern guter Strategien. Der Erfolg von Strategien oder strategischer Planung liegt nicht nur im Wissen um das Vorhaben und das Vorgehen, sondern auch im Einsatz eines überraschenden Moments oder einer entscheidenden Idee.
Damit ist auch schon gesagt, dass eines der wichtigsten Elemente einer Strategie Kreativität ist. Offenbar hält sich der Erfolg in Grenzen, wo Standard-Strategiepfade weiter ausgetrampelt werden.
Wie in der Kriegsführung, so müssen auch in Unternehmen mehr als oft Taktiken situativ angepasst werden, und häufig wird die richtige «List» in Bezug auf eine spezifische Massnahme sehr intuitiv erfasst. Somit ist auch klar, dass an der Formulierung der Strategie zwar wünschenswerter Weise die ganze Führungsspitze gemeinsam arbeitet, dass aber in Bezug auf die kreativen Überraschungsmomente hier ganz wesentlich als Erfolgskomponente die Homogenität zwischen den Werten des Unternehmers und seiner Intuition bei der Umsetzung für den Erfolg zählt. Ein Napoleon hatte zwar seinen Beraterstab, aber letztlich entschieden seine Wertvorstellungen und seine Intuition über die Heerführung.
In China wird das Durchschauen und Anwenden von List hoch geachtet und gepflegt. Auch im Arabien und Indien werden Strategme als Teil der Strategien seit langer Zeit praktiziert. In der westlichen Zivilisation gelten List und Betrug in der Kriegsführung als verwerflich, also sind sie auch wirtschaftlich nicht opportun. Erste europäische Strategeme entstanden im 12. Jahrhundert. Eines der bekanntesten Werke diesbezüglich ist wohl «Der Fürst» von Machiavelli.
Ein weiteres bekanntes Werk ist auch «the art of war» von Sunzi oder auch Sun Tzu genannt. Darin werden interessante "Strategien" beschrieben, die sich je nach Kreativität des Lesers mehr oder weniger gut in die Belange eines Unternehmens portieren lassen. An den meisten Militärakademien und an vielen Managementschulen wird Sunzi gelehrt. Im wirtschaftlichen Bereich sind seine Lehren häufig an die Zielgruppe angepasst, so dass die Analogien einfacher verständlich werden.
Bei Sunzi finden sich auch interessante Dinge wie «Gegenstrategien» zum Beispiel zur Frage "Was muss ein Herrscher tun um seinem Heer Unglück zu bringen?":
"Wenn ich immer wieder das tue, was ich immer schon getan habe,
bekomme ich auch immer wieder das, was ich immer schon bekommen habe."
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