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Coaching

 

 

Rollenklärung.

Handeln ist sozialisierend. Einen Platz in der Gesellschaft kann sich das Individuum nur mit Hilfe von Interaktion und Gestaltung erobern und bewahren. Und um zu handeln nimmt der Einzelne unterschiedliche Rollein ein, je nachdem, in welchem sozialen Gefüge, in welcher Gruppe er agiert oder reagiert.

 

Beschleuniger

Indem der Mensch in sozialen Gefügen handelt

  • erwirbt er Wissen und Kompetenzen (Handlungskompetenz)
  • lernt er, sich in ähnlichen Situationen richtig zu verhalten
  • gewinnt er gestalterische Kompetenzen, die ihm Einfluss auf seine soziale und materielle Umwelt ermöglichen.

Und um zu handeln schlüpft der Mensch in Rollen (siehe auch Gruppendynamik), die ihm sozusagen ein Gefäss, den äusseren Rahmen für sein Handeln bieten.

Je klarer die Rollen bekannt und bewusst sind, die ein Mensch in seinem Leben einnimmt, desto "einfacher" ist seine soziale Interaktion und desto "grösser" sein Gestaltungspotenzial.

Wenn eine Gruppe nicht voll arbeitsfähig ist, wenn Spannungen und latente Konflikte die Arbeitsgruppe lahmlegen, die Produktivität behindern, ist oft die Klärung der Rollen der einzelnen in der Gruppe äusserst förderlich im Problemlösungsprozess.

Dabei geht es primär darum, die gegenseitigen Erwartungen zu klären und verbindliche Verhaltensveränderungen auszuhandeln. Dies besteht daraus, in der Gruppe zu beleuchten, zu reflektieren, wahrzunehmen, welches Verhalten von wem fördert und welches Verhalten von wem die Gruppe bzw. andere behindert.

Metaphern eignen sich hervorragend zur persönlichen und zur kooperativen Rollenklärung.Welche Begriffe sind mit meiner aktuellen Rolle als xxxx vereinbar oder welche lehne ich ab:

  • Entertainer
  • Polizist
  • Sekretärin
  • Motor
  • Zauberer
  • Schulmeister
  • Begleiter
  • Schneepflug
  • Reparateur
  • Seelsorger
  • Weichensteller
  • Blitzableiter
  • Katalysator
  • Spürhund
  • Wachhund
  • Verwalter
  • Manager
  • Klagemauer
  • Feuerwehr
  • Therapeut
  • Diplomat
  • Ratgeber
  • Entwicklungshelfer
  • ...

Eine Organisation definiert in der Regel Rollen und hat damit ein Rollenverständnis. Also eine Vorstellung dessen, wie eine Rolle "gelebt" werden soll und welche Ergebnisse aus den der Rolle zugewiesenen Verhaltensweisen erwartet werden. Doch trotz Job-Descriptions kann es zu Diskrepanzen im Verständnis, wie eine Rolle auszufüllen ist, kommen. In einer solchen Situation braucht es eine Klärung der Rolle, des Rollenverständnisses. Dazu beschreibt der entsprechende Rolleninhaber, wie er seine Rolle versteht. Dann erklären die anderen, wie sie meinen, dass der Job getan werden sollte. Danach muss der Rolleninhaber beschreiben, was er von den andern braucht, um seinen Job zu erledigen, worauf die andern klären, was sie wiederum dazu brauchen.

Sehr oft entstehen Probleme in Abgrenzungsbereichen durch unterschiedliches oder ungeklärtes Rollenverständnis zwischen den Parteien.


Rollen müssen verhandelt werden. Denn jede Klärung ist immer besser als ungeklärte Verhältnisse. Dementsprechend ist einer Konfliktsituation immer eine offene und fair ausgehandelte Vereinbarung zwischen den Rollenträgern vorzuziehen.


Die Welt ist nur im Unterschied erlebbar.

 

 

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