
Eine der wichtigsten Frage in der Führung aber auch in unserem Leben gilt den Erwartungen die wir hegen. Meist reagieren wir und bewerten eine Situation aufgrund unbewusster Erwartungen, die jedoch unterschwellig als Basis unseres Denken und Handelns die Steuerung übernehmen.
Erwartungen sind auf dem Zeithorizont zu betrachten. Vergangene Erwartungen bauen das vermeintliche Gerüst für die heutigen und künftigen Erwartungen. Erfahrungswerte zementieren Erwartungen und steuern das Bewerten von Situationen, Menschen, Dingen, Sachverhalten.
Dabei ist der Akt des Bewertens ein trennender und nicht ein vereinender. Indem wir bewerten beziehen wir Stellung. Wir stellen uns auf eine Seite und sehen alle Zusammenhänge (nur noch) aus diesem Blickwinkel.
Wir sind ein Produkt von Erwartungshaltungen, die uns seit frühester Kindheit prägen. "Wenn du dich so und so verhältst, dann...", lautet die direkte oder indirekte Botschaft. Und so wurden wir langsam, aber stetig auf ein bestimmtest Verhalten programmiert, das den Erwartungen der Eltern, der Gesellschaft, der Normen entspricht.
Im geschäftlichen Umfeld sind Erwartungen oft an Zielsetzungen und Jobbeschreibungen gekoppelt. Sie sind im Idealfall schriftlich festgehalten oder werden einfach mündlich von Stelleninhaber zum nächsten weitergegeben. Doch sind sie damit allen Beteiligten klar?
Sehr oft nicht, denn in die Beschreibung und Schilderung von Erwartungen ist schwierig, und oft reicht einerseits unser Wortschatz nicht aus, aber andererseits oft auch nicht unser Hör-vermögen. Missverständnisse sind vorprogrammiert.
Sehr viele Erwartungen werden nicht klar formuliert, weil "man" ja schliesslich weiss, wie das "normalerweise" sein soll. Dabei wird vergessen, dass es "man" nicht gibt und nichts wirklich normal ist oder gar für jedermann gleich. Nicht einmal das, was als vermeintlich gleich wahrgenommen wird.
Nur allzu oft kommt es nach einem klärenden Gespräch zum Satz: "Aha! Ja wenn ich das gewusst hätte.. Ich habe gedacht/gemeint, dass....".
Erwartungen zu managen bedingt Interesse am andern und ein klares Vorgehen:
Das Verständnis über Erwartungen und die Fähigkeit, Erwartungen detailliert zu beschreiben, sind die Basis für erfolgreiches Erwartungsmanagement. Das Klären von Gesichtspunkten und den zugrunde liegenden Werten erfordern eine hohe persönliche und soziale Kompetenz.
Und nicht zuletzt in der Führung ist erfolgreiches Erwartungsmanagement ein wichtiger Schlüssel zur erfolgreichen Führung.
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